und so sieht man danach dann aus :) Es sind, Jenny aus America/Oestereich, Tommy links aus America und Mathew rechts aus australien.
Ein toller Job
lg der sebi

tia und schon sind wir wieder im Wasser. jetzt werden wir fuer ein weiteres Jahr nicht mehr so schnell festen Boden unter den Fuessen bekommen, zumindest die Doulos nicht. Wir wurden am Donnerstag (gestern) um 13uhr aus dem Dock "geschmissen", alles musste schnell gehen und so wurden die letzten schweissarbeiten beendet, als schon das Wasser einlief.
Ich habe mich am morgen dann noch schnell daran gemacht die anker anzumalen, waerend sie hochgezogen wurden, ein schoener job. Der Tag gestern war fuer mich dann doch eher langweilig, da ich selber wenig zu tun hatte. Heute dagegen scheine ich alles aufzuholen, was ich gestern arbeitstechnisch nicht machen konnte, so habe ich schaetzungweise jetzt schon 2 mal
so viel geschwitzt, wie gestern. Ich befinde mich gerade in unserem Raum, wo wir unseren Muell aufbewaren, wir haben ien paar neue fliessen verlegt und ich habe die Fugen gefuellt, im moment polliere ich alle fliessen schoen saueber. Es ist eine schweisstreibende arbeit, hilft mir aber auch endlich wieder mal ein wenig in der bibel auswendig zu lernen. Im moment merkt man
ungemein, wie die energy nach leasst, do faellt es mir doch wirklich schwer sachen zu heben, die normaler weisse kein problem sind. dazu kommt noch, das meine rechte Hand sich entschieden hat blasen zu bekommen und diese eine grosse von jeweils 2 zentimetern haben und natuerlich entzuendet sind, so tut jede schnelle bewegung weh. durchhalten heisst es jetzt, sind ja nurnoch 2 Wochen.
Tia so sieht sie aus, wenn dann mal "gemalt" wird. wenn man sich das alles so mal anschaut, wird einem ganz schwindelig. so viele verschiedene schichten und alle davon haben besondere merkmale, da kann einem schon ganz anders werden. lustig was man so alles nuetzlichen lernen kann. ich habe mich mit unserem farbenspezialisten von International Paint unterhalten,
er betreut die sprueh arbeiten am Hull (den boden des schiffes). Er meinte: "mit all der neuen Farbe sieht sie 40 Jahre juenger aus". Tia da wird auch schon mal der Erfahrenste Seefahrer schwach. Ich habe mich auf jeden Fall neu verliebt und bin froh mein Leben mit der Doulos teilen zu duerfen.
Ein neuer Tag in Singapur.
Um 7 treffen sich dann elle Deckies zum gemeinsamen Singen und beten, bevor es mir der Arbeit los geht. So sah es dann heute morgen aus, als wir uns getroffen haben.
Die Farbe ist hier, endlich. Das ist auf der einen Seite mega cool, bedeutet aber auf der anderen Seite jede menge Arbeit. So muss erst mal alles an Bord getragen werden und sotiert werden, nach vollstaendigkeit geprueft und makiert werden, bevor es in den unteren Farbenraum kommen kann. bis es soweit ist, dass alles unten ist, vergehen schon mal ein paar stunden und leicht sind diese
kanister ja auch nicht. Aber ich beschwere mich nicht, es macht spass und immerhin habe ich etwas zu tun.
Kanister getragen werden muessen. ganz unten, neben meinem "cage" befindet sich der untere Farbenraum. Das wird heute abend eine Nacht mit Rueckenschmerzen und da heute Nacht dann auch noch alle Generatoren abgestellt werden, muessen wir alle in einem viel zu heissem schiff schlafen, ach ich liebe Dry Dock :)
Mein freier Tag begann heute morgen mit einem wunderschoenem Page.
Und so sieht es dann aus, wenn die Doulos aus dem Wasser ist. sie liegt auf grossen hoelzenern bloecken, die von tauchern in die richtige position gebracht werden, wenn sich das dock aus dem wasser hebt. man muss sich das ein wenig so vorstellen: das schiff wird von dem dock auf den ruecken genommen und aus dem wasser gehoben. es ist eine sehr interesannte sache.
sobald das schiff aus dem wasser ist, wird dann auch schon angefangen die ganze farbe abzuspruehen. mit grossen sandstrahlern wird alles bis aufs metal weg gesprueht. so ist der gesammte untere teil der schiffes bis aufs metal sauber. nur im oberenteil, wird ein wenig patch work gemacht. so kann man in dem weissen bereich klar sehen, das nur ein paar stellen frei von farbe sind.
wie man sehen kann, ist die schiffschraube deutschlich mit muscheln und algen bedeckt. diese werden im laufe der zeit entfernt und die schraube wird gesauebert und poliert. da die schraube aus reiner bronze besteht, scheint sie am ende wie gold.
Dieses Stadium des schiffes ist sehr kurz, da sofort wenn alles von der alten farbe befreit ist normaler weise angefangen wird die neue drauf zu spruehen. so sind wir alles in allem nur 8 tage aus dem wasser. diese bilder zeigen das schiff also so, wie man es nur einmal im jahr sehen kann.
trotz ihrer 95Jahre ist die Doulso immer noch in sehr gutem Zustand. in den 50gern wurde das letze mal stahl ersetzt und so kann man, deutlich den unterschied zwischen dem alten und dem neuen stahl erkennen. links zu sehen ist der alte stahl mit den nieten und rechts zu sehen ist der neue. Zu der Zeit als die doulos gebaut wurde, wurden
die metallplatten einfach ueber einander gelegt und vernietet. diese Technick ist heut zu tage nirgends zu finden. experten wissen heute schon garnicht mehr, wie sie das alles damals geschaft haben. ein bischen so, wie wenn wir versuchen zu erklaeren, wie damals die pyramieden gebaut wurden.
Auf diesem bild kann man die makierungen sehen, die dem wasserman an bord zeigen, wie schwer das schiff an diesem punkt ist. die ideal linie ist rechst zu sehen mit dem kreis und dem strich. sollte sich das schiff in salzwasser befinden, ist es also bei 5.5 ideal. sind wir jedoch im sueswasser, sind es 5.6. deswegen das F und C neben dem kreis. F fuer Fresh Water und C fuer Salt Water
Gut so seine kleinen schoenheitsfleckchen hat sie dann doch schon, so ist diese niete undicht und wasser kommt von aussen nach innen.
und das bin ich direkt unter dem schiff, schon beeindruckend wie so ein paar bloecke mal eben ein schiff halten koennen. ach uebrigens das schiff, was man auf dem einen bild neben uns sehen kann hat mal eben einen altersunterschied von ca 80 Jahren
Dieses nette stueck Metall habe ich dann unter dem schiff gefunden. da ein paar stellen unter dem schiff ausgebessert werden muessen, haben sie ein paar stuecke des original stahles entfernen muessen. so halte ich da eben mal ein stueck metal von stolzen 95Jahren in meiner Hand.
Ich habe es dann mit an Bord genommen und einen meiner Freunde gebeten es ein wenig zu verkleinern. ich habe dann selber noch ein wenig mit der wirebrush alles sauber gemacht
am ende habe ich es noch in der passenden farbe angemalt und TADA jetzt habe ich mein eigenes stueck der Doulos, fertig zum nach Hause senden. Es ist ein wenig schwer, aber das bekomm ich schon irgendwann hin.
einem der Projekt arbeiter, der morgen frueh das schiff verlaesst. Es hat so viel spass gemacht und da ich sowas noch nie gemacht habe, kann ich ein wenig stolz auf das resultat sein. so habe ich mir den namen Zement Sebi jetzt auch verdient :)


wie man auf den anderen bildern sehen kann, befinden sich um uns herum jede menge andere schiffe, die darauf warten ins trocken dock zu gehen. viele dieser schiffe sind so genannte "tugboats". sie ziehen andere schiffe. so sind sie im grunde genommen die abschlepwagen der schifffahrt.

